Direkt zum Hauptbereich

Auf dem Nebelhorn

Heute Morgen aufgewacht und mich an eine kurze Alptraumsequenz erinnert. Ich träumte mich einer Situation beiwohnend, von der ich den Eindruck hatte, ich solle sie einfach nur sehen. Und was ich sah, war grauenhaft: Menschen vernähten ein Schwein in seiner eigenen Haut, die sie ihm von hinten her ab- und übers Gesicht zogen. Es erstickte in ihr.

Um kurz vor Zehn dann mit J. nach Oberstdorf gefahren, um uns mit den Gondeln hinauf auf´s Nebelhorn bringen zu lassen. Schade, dass du nicht auch dabei sein konntest. Zumal ich zum ersten Mal in den Bergen war. Es war großartig. Weder beim Hinauf- noch Herunterfahren musste ich erstaunlicherweise einen Druckausgleich machen. Nachdem wir auf dem Gipfel gespeist hatten, haben wir uns talwärts jede Ebene im Einzelnen vorgenommen. Um dich dann kurz nach 17 Uhr aus dem Haus zu klingeln, um mit dir noch einen Abstecher in die Stadt zu machen. Das hat er sich nicht nehmen lassen. Neugierig war er. Und du warst es auch.








Nun bin ich bergmüde.

P.S. Verzeih mir, dass du den ganzen Tag die Wohnung nicht verlassen konntest und auf der Suche nach deinem Schlüssel warst. Er war in meiner Tasche.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schellack

Sprecher: Michael Perkampus / Claudia Maulwurf / Fafnir Fiedler

»Auch ich möchte wissen, wer Sie sind« sagte sie. Ich ließ sie stehen und ging nach nebenan. Kurz darauf kam sie herein, erschüttert ob meines Verschwindens, aber ich zuckte mit den Schultern, als ich sie so schüchtern stehen sah, das Licht aus dem Nebenraum über ihre Schultern geworfen. Dieses Licht beleuchtete nichts und nahm ihr für einen Augenblick die Ziselierung aus dem Gesicht. »Was tun wir nun? Was fangen wir an?«
»Wir hören uns ein paar Aufnahmen an - Tonband, oder besser: das gute alte Schellack!«
»Die Läuse?« Ihre Augen traten ins Dunkel.
»Ja. Gibt es nicht mehr. Die Platten sind schwer, schmerzen aber wundervoll, wenn man sie auflegt.«
»Sie tun so, als würde ausgerechnet ich Ihnen zuhören.«
»Ich weiß.« Ich fühlte mich ertappt, doch dem durfte man keine Träne nachweinen. Sie stand noch immer im Türfutter. »Schließen Sie doch die Tür, wenn Sie noch etwas bleiben wollen!«
Sie schloß und schloß. "Dann ist di…

Wir hatten ja nur ein Pausenbrot...

während wir losmampften, weil wir wussten, es würde eine Weile dauern, bis wir uns an die neuen Umstände gewöhnt hatten. Da waren zu viele Dinge zu tun, eine Krise zu überstehen, das Phantastikon nicht absaufen lassen, die Miskatonic Avenue in Bahnen lenken.
Doch jetzt sind wir wieder nach Haus gekehrt und fürderhin auch dort wieder präsent.

Schneidering - Die Veranda im Schatten moribunder Texte.

Pure Freude

Um kurz vor Zehn hat es geklingelt. Wie immer ist Carl wie ein gescheuchter Hahn aufgesprungen. Seele pur, wie sie sich unmittelbar zeigt, ist ihr niemals ein Fell gewachsen. Es war die Post, die uns eine Rolle mit Schätzen aus Österreich übergab. Anbei lag ein lieber Brief von Erik, der von Liberatore Illustrator als Bote auserkoren wurde mir eine Zeichnung und zwei ASH Comic-Ausgaben zukommen zu lassen, da wir es nicht zu dem Wiener Treffen geschafft haben. Er selbst hat auch ein Bild und zwei Ausgaben, die er mit Text und Bild gestaltet hat, dazugelegt. Ein Geschenk von ihm an uns beide. Und so haben wir uns auch verhalten, wie Kinder unterm Weihnachtsbaum.




Liberatore und Erik sind absolut starke Zeichner. Und wir können es immer wieder kaum fassen, dass diese beiden nun mit uns zusammenarbeiten und wir mit ihnen. Dafür haben wir besonders Doc Nachtstrom zu danken, dem Captain Fantastic des Äthers.


Für beide Zeichnungen werden wir Rahmen kaufen. Sie erhalten ihren Platz in unserem…